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Das Skispringen

Skispringen
Skispringen

Skispringen ist ein Wintersport, bei der ein Sportler auf Skiern eine Skisprungschanze hinab gleitet, um Geschwindigkeit aufzunehmen, dann am Schanzentisch abspringt und versucht, möglichst weit vor dem Aufsetzen auf dem Boden zu fliegen. Die Jury bewertet neben der Weite des Sprungs auch die Flughaltung und die Eleganz der Landung. Als Disziplin der Olympischen Winterspiele wird das Skispringen auch Sprunglauf oder Spezialsprunglauf genannt.

Skispringen ist eine Einzelsportart, in Verbindung mit dem Skilanglauf auch ein Teil der Nordischen Kombination. Seit 1988 werden auch Mannschaftsspringen durchgeführt, bei denen für jedes teilnehmende Land üblicherweise vier Springer starten. Dabei entspricht das Ergebnis der Mannschaft der Summe der Punktzahlen der vier Einzel Springer.
Das Skispringen auf besonders großen Schanzen (ab einer Hillsize von 185 m, sogenannten Flugschanzen) wird Skifliegen genannt.
-Ein Skisprung-Wettbewerb besteht in der Regel aus einem Qualifikations Durchgang sowie zwei Wertungs Durchgängen. Die 50 besten Springer der Qualifikation dürfen am Hauptwettbewerb teilnehmen. Dieser wird in zwei Durchgängen ausgetragen, wobei im zweiten Durchgang nur die 30 besten Springer des ersten Durchgangs teilnehmen dürfen.
Jeder Sprung wird mit einer Punktzahl bewertet, diese setzt sich zusammen aus Punkten für die Weite sowie Haltungsnoten (siehe Bewertung). Für die Platzierung werden die Punkte der beiden Wertungs Durchgänge addiert. Sieger ist der Springer mit der höchsten Punktzahl.
Seit 2017 sind bei Weltcupspringen die zehn besten Springer des Gesamtweltcups nicht mehr automatisch qualifiziert.

Die Sportler gleiten beim Skispringen auf Skiern in einer vorbereiteten Schnee- oder Eisspur (bzw. im Sommer Keramik-, Metall- oder Mattenspur) den Anlauf der Sprungschanze hinab. Zunächst setzt sich der Skispringer auf den Balken, der im Anlauf der Schanze ist, stößt sich mit den Händen vom Balken ab und nimmt die Ablaufposition ein; dabei wird der Oberkörper auf die Oberschenkel gelegt und so eine hockende Haltung erreicht. Nachdem er die Schanze heruntergefahren ist, kommt bei etwa 90 km/h der Absprung vom Schanzentisch. Der Skispringer richtet sich mit einem kräftigen Sprung auf, zieht die Skispitzen zum Oberkörper hin und bereitet sie gleichzeitig in Form eines „V“ aus. Dieser Teil des Sprungs ist sehr wichtig für den weiteren Verlauf des Versuches.
Im Flug selber behält der Skispringer diese Körperhaltung bei, bis er dem Hang so nahe kommt, dass er die Landung einleiten muss. Dazu stellt der Springer die Skier wieder parallel zueinander. Um bessere Haltungsnoten zu erlangen, bringt der Springer die Füße in eine Schritt Position und breitet die Arme aus. Diese Landetechnik heißt Telemark. Die theoretisch maximal erreichbare Weite ist durch die Schanze selbst bedingt. Als Kennzeichnung des „Schanzen Typs“
Die Gesamtpunktzahl, die ein Springer für seinen Sprung erhält, setzt sich zu gleichen Teilen aus den Punkten für Weite und Haltung zusammen:
Die Weite wird bei der Videoweitenmessung über Standbilder einer Videokamera gemessen. Dabei wird auf dem Videobild eine Weitere Linie auf den Landepunkt extrapoliert, das heißt aus speziell eingegebenen Messpunkten berechnet, und so die Weite auf 0,5 m genau bestimmt. Für das Risiko eines Stromausfalls stehen Weitenrichter bereit. Die Weiten Note errechnet sich aus dem K-Punkt der Schanze und der gemessenen Weite. Gemessen wird in der geneigten Aufsprungbahn (früher durch Schätzung der Weitenrichter, heute mit Digitalkamera und Computerauswertung). Der K-Punkt (Konstruktionspunkt) bezeichnet die angegebene Entfernung (z. B. K120 = 120 m) von der Kante des Schanzentisches bis zum Beginn des Radius, der das Ende der Absprungzone darstellt, „als ob man ein imaginäres Maßband entlang des Hanges legte“. Beim Springer ist Messpunkt die Fußmitte, bei einem Telemark-Aufsprung die Mitte zwischen beiden Füßen.
Für einen Sprung genau auf den K-Punkt werden 60 Weitenpunkte (bei Flugschanzen 120) vergeben. Für jeden Meter ober- bzw. unterhalb des K-Punkts werden abhängig von der Schanzengröße Weitenpunkte addiert oder subtrahiert. Bei Großschanzen, die am häufigsten im Weltcup vertreten sind, sind dies 1,8 Punkte pro Meter, auf Flugschanzen 1,2 Punkte. Daraus ergibt sich die Gesamtpunktzahl für die gesprungene Weite.
Die Punktrichter, normalerweise fünf (mindestens aber drei), vergeben Noten für die drei zu bewertenden Kategorien Flug, Landung und Ausfahrt. Von der Ideal Note 20,0 werden in jeder Fehlergruppe 0 bis 5 bzw. in der Gruppe Ausfahrt 7 Punkte in 0,5er-Schritten abgezogen. Von den fünf Punktwerten werden die höchste und die niedrigste Punktzahl gestrichen, sodass der Springer maximal 60 Punkte (Haltungsnote) erhalten
kann

Was kann man mit Skispringen verdienen?

Millionen von Skisprung-Fans verfolgen seit 1953 die Vierschanzentournee. Die Traditionsveranstaltung auf den vier Anlagen in Deutschland und Österreich steigt in diesem Winter vom 29. Dezember 2019 bis 6. Januar 2020 bereits zum 68. Mal.
Doch was verdient ein Sportler eigentlich mit Skispringen?
Weltcup im Skispringen
In der Saison 2019 / 2020 finden 30 Einzelwettbewerbe statt.
Pro Springen werden folgende Prämien gezahlt:
1. Platz: 100 Punkte; 10.000 CHF
2. Platz: 80 Punkte; 8.000 CHF
3. Platz: 60 Punkte; 6.000 CHF
4. Platz: 50 Punkte; 5.000 CHF
5. Platz: 45 Punkte; 4.500 CHF

10. Platz: 26 Punkte; 2.600 CHF

30. Platz: 1 Punkt; 100 CHF

Je Weltcupspringen wird ein Preisgeld von 71.800 Schweizer Franken unter den besten 30 Athleten aufgeteilt. Früher waren die Prämien stark auf die ersten drei Plätze gewichtet. Mittlerweile wird das Geld gleichmäßiger verteilt. Der Gewinner einer Qualifikation im Weltcup erhält bei einem Skisprung Wettkampf ein Preisgeld von CHF 3.000,-, bei einem Skifliegen CHF 5.000,-.
Bei Team Wettkämpfen werden 10.000 Franken an die ersten drei Mannschaften ausbezahlt:
1. Platz = CHF 6’000,-
2. Platz = CHF 3’000,-
3. Platz = CHF 1’000,-

Der Gesamtsieger der Weltcup Saison erhält die Sieger Kugel, jedoch kein weiteres Preisgeld.
Zur Einordnung: Bei einem alpinen Ski-Weltcup werden je Rennen im Schnitt 120.000 Schweizer Franken ausgelobt. Allein Mikaela Shiffrin (USA) hat in dieser Saison schon 244.000 Franken kassiert.
Vierschanzentournee
Die Vierschanzentournee ist ein Ereignis von Weltrang. Im Vergleich zu anderen Sportarten fallen die Siegprämien moderat aus.
Für einen Sieg bei einem Tournee-Einzelspringen gibt es wie bei allen anderen Weltcup-Stationen 10.000 Schweizer Franken. Für den Gesamtsieg bekommt man zusätzlich zur Adler-Trophäe 20.000 Schweizer Franken.
Mittlerweile gibt es immer mehr Kritik, dass die Preisgelder nicht der Bedeutung und der medialen Aufmerksamkeit der Veranstaltung gerecht werden..

Geradezu knausrig steht die Vierschanzentournee im Vergleich mit der vor zwei Jahren lancierten Raw-Air-Tour in Norwegen da. Für den Gesamtsieg gibt es bei den Männern 60 000 Euro. Der norwegische Skiverband will die Position seiner „Tournee“ stärken und ist bereit, dafür ernsthaft Geld in die Hand zu nehmen.

Zum Vergleich: Beim gleichfalls berühmten Hahnenkamm-Rennen werden 2020 rund 725.000 Euro Preisgeld für alle drei Renntage an Prämien bereitgestellt. Der Sieger der Hahnenkamm-Abfahrt (Streif) und der Sieger des Slaloms werden mit einer Summe von je 100.000 Euro ausgezeichnet.
Die Einnahmen der Besten
Als Sven Hannawald 2002 seinen legendären Vierfachsieg bei der Vierschanzentournee feierte, kassierte er allein an offiziellen Preisgeldern vom Veranstalter und Prämien vom Deutschen Skiverband 330.000 Euro. Von solchen Summen können die Flieger in der heutigen Zeit nur träumen.

In seinem Olympiasieger Jahr (2017/2018) soll Andreas Wellinger inklusive aller Prämien und Sponsorengelder ca. 450.000 Euro verdient haben. Richard Freitag kam in seiner Top-Saison (2017/2018) als Weltcup Zweiter auf insgesamt etwa 330.000 Euro.
Obwohl er erst einen Weltcup-Sieg gefeiert hat, zahlen sich die Erfolge für Markus Eisenbichler aus. Im letzten Winter hat er als bestverdienender Deutscher im Skispringen 98.200 Schweizer Franken Preisgeld vom Internationalen Skiverband kassiert. Für das erste WM-Einzel Gold gab es 28.750 Schweizer Franken, für die Titel in den Team Wettbewerben kommt je ein Viertel der 35.000 Franken Gesamtprämie hinzu. Vom Deutschen Skiverband gibt es für große Erfolge wie WM-Goldmedaillen zusätzlich einen Bonus am Saisonende. In der Regel ist das eine Zahlung im Bereich zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Inklusive Sponsoreneinnahmen kam Eisenbichler in einem so erfolgreichen Winter auf Brutto-Gesamteinnahmen von geschätzten 300.000 Euro. Abgesichert ist Eisenbichler zusätzlich durch seinen Job bei der Bundespolizei.

Der japanische Super Springer Ryo Yu Kobayashi hat im Winter 2018 / 2019 Weltcup-Einnahmen von 229.000 Euro erhalten. Sponsoringeinnahmen sind unbekannt. Angestellt ist er bei Tsuchiya Holdings, einem japanisches Wohnungs- und Immobilienunternehmen mit Sitz in Sapporo. Skispringen ist in Japan zumeist über „Werksmannschaften“ organisiert.

Als Top-Verdiener gilt der Pole Kamil Stoch. Doppel-Olympiasieger Stoch hat eine eigene Bekleidungslinie (Kamiland), ist Social-Media-Millionär und Skispringen ist in Polen beinahe so populär wie Fußball. Auch wenn nicht bekannt ist, wie viel Geld er mit seiner Modemarke verdient: Stoch verdient gut. Allein im Weltcup kassierte er im Winter 2018/19 etwa 142.000 Euro. Mit Sponsoren und Ausrüstern dürften sich „König Kamils“ Einnahmen auf etwa eine Million Euro im Jahr summieren.

Mein Fazit: Natürlich ist es nicht wenig, was die Spitzen-Skispringer verdienen. Zudem sind die deutschen Flieger meist bei Bundeswehr und Polizei mit einem Grundgehalt abgesichert. Dennoch, aufgrund der Beliebtheit der Sportart und im Vergleich zu anderen Sportarten, sind die Einkommen moderat bis gering