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Das Tanzsport

Das Tanzsport
Das Tanzsport

Wer kennt wirklich den Ursprung des klassischen oder zeitgenössischen Tanzes?

Wer Tanzlehrer/in werden will, Kunstgeschichte studiert oder sich einfach nur leidenschaftlich für Tanz interessiert, sollte unbedingt die Geschichte des Tanzes kennen.
Die Geschichte des Tanzes ist natürlich für jede/n angehende/n Tänzer/in ein Must, aber auch wenn Du einfach nur Dein Allgemeinwissen bereichern willst… Wer mehr über die Entwicklung der verschiedenen Tanzstile weiß, besitzt wertvolles Wissen über unsere Kultur und darüber was es bedeutet ein Mensch zu sein.
Entdecke mit uns die Geschichte dieser außerordentlichen Kunstform: dem Tanz! Die wichtigsten Informationen zur Kultur des Tanzes haben wir übrigens hier für Dich zusammengefasst. Entdecke
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Die ersten Tänzer/innen der Vorgeschichte
Tanz ist überall, es gibt keine Kultur, kein Land, keine Gemeinschaft, in der nicht getanzt wird. Das hängt damit zusammen, dass die Wurzeln des Tanzes tief reichen…bis zurück in unsere Vorgeschichte!
Getanzt wurde anscheinend schon in der Vorgeschichte: Europäische, afrikanische und asiatische Grotten zeigen Wandkunst, auf denen man tanzende Menschen zu erkennen vermag. Eine der bekanntesten Wand Darstellungen ist in dieser Hinsicht der „Tanzendende Schamane“ in der Drei-Brüder-Höhle in Südfrankreich.

Die indischen Bhimbetka Felsmalereien stellen unter anderem auch Tänzer dar. | Quelle: Wikimedia Commons
Die zeitgenössische Archäologie hat noch weitere Wunder wieder ausgegraben: ägyptische Gräber mit Tanz Abbildungen, steinzeitliche Felsmalereien auf den Bhimbetka Felsen in Indien, (die immerhin mehr als 30000 Jahre alt sind)!
Diese Gravuren sind für Kunsthistoriker/innen natürlich sehr wertvoll. Der Tanz ist keine materielle Kunstform. Um sie zu datieren, werden also andere Abbildungsformen wie solche Wandmalereien gebraucht.
Der Tanz wird als essentieller Grundpfeiler der menschlichen Zivilisation gesehen.
Da die ersten Menschen noch keine hochentwickelte Sprache hatten, wurde der Körper als Kommunikationsmittel genutzt. Die verschiedenen Stämme konnten sich so zu erkennen geben und Nachrichten austauschen.
Erste Tanztechniken sind soweit wir wissen 4000 vor J.Chr. entstanden. Der religiöse Tanz wurde verfeinert, Bewegungen wie der Spagat, Paartanz und Wirbel Drehungen wurden eingeführt. Mit den neuen Symmetrien und den choreographischen Verkettungen wurde der Tanz harmonischer und komplexer.
Du solltest das Tanzen in keinem Fall unterschätzen: Es ist eine unserer ältesten Kunstformen, noch dazu war es für die Kommunikation unserer Vorfahren unerlässlich!
Entdecke mit hier außerdem die 20 inspirierendsten Tanz Zitate!
Tanzen in der Antike
Während der Antike hat sich der Tanz so richtig etabliert. In den antiken Kulturen hat der Tanz eine ganz besondere Rolle gespielt.
Während der Zeit der ägyptischen Pharaonen hat sich die Zeichentechnik weiterentwickelt. Das Gute daran: Unsere heutigen Archäologen können durch diese Zeichnungen auch mehr über die antiken Tanz Praktiken erfahren.
Ägyptische Tänzer/innen waren damals sehr beweglich. Die Beine wurden sehr hoch gezogen und das körperliche Gleichgewicht war sehr wichtig.

Jede Kultur hat ganz besondere Tänze: hier der uralte kambodschanische Apsara Tanz, der während der Roten Khmer Zeit verboten wurde. | Quelle: Pixabay
Im antiken Ägypten war der Tanz hoch angesehen. In Griechenland jedoch noch mehr!
Die Tänzer des antiken Griechenlands haben mehrere Tanzarten praktiziert:
Religiöse Tänze,
Dramatische Tänze,
Lyrische Tänze,
Weitere spezifische Tänze.
In der Ilias und der Odyssee hat sich Homer von den real existierenden griechischen Tänze inspiriert, wie z.B. die Tänze des Hochzeitsrituale. Tanzen ist hier vor allem eine kollektive Angelegenheit: Männer und Frauen halten sich an den Handgelenken fest und tanzen in Runden.
Der berühmteste Tanz war damals war der dionysische Tanz. Das Tanzen wurde als Kommunikationsform zwischen den Sterblichen und den Unsterblichen gesehen. Das griechische Volk hat bei religiösen Ritualen zu Ehren des Gottes Dionysos getanzt. Der Tanz war aber natürlich auch bei anderen Ritualen präsent.
In seinem Werk De Saltatione, erläutert Lukian von Samosata die essentielle Rolle des Tanzes:
„Die, die mit Wahrheit von den Ursprüngen des Tanzes gesprochen haben, erklären, dass er zu der Zeit geboren wurde, als alle Dinge erschaffen wurden, und somit ist er (der Tanz) genauso alt wie die Liebe, der älteste der Götter.“
Der Tanz hatte für antike Völker viele unterschiedliche Funktionen:
Kommunizieren, freundschaftlichen Kontakt mit anderen Gemeinschaften und Stämmen herstellen,
Bei offiziellen Zeremonien und religiösen Ritualen einen oder eine Göttin anbeten,
Wunden heilen, vor allem mit makabren Tänzen,
Anderen, seiner Familie oder seinen zukünftigen Partnern, seine Gefühle zeigen.
Jeder Tanz überbrachte eine bestimmte Nachricht, ein bestimmtes Gefühl. Die Gymnopädien zu Ehren Apollos gehörten zum Beispiel zu den lyrischen Tänzen.
Im Antiken Griechenland haben beide Geschlechter getanzt, waren aber meist in Gruppen getrennt. Die Beteiligung beider an demselben Tanz war Ausnahme. Einige Tänze wurden von den Männern und andere von Frauen getanzt.
Mit dem Tanz wurde der soziale Rang ausgedrückt, sowie das Geschlecht, das Alter und der Ursprung.
Du wirst es inzwischen verstanden haben: Um ein echter Tanzprofi zu werden, musst Du einige (und nicht wenige!
Kunst Geschichtsbücher wälzen!
Wenn Du einen neuen Tanzstil erlernen möchtest, solltest Du einige Aspekte bedenken. Wichtig ist, dass Du eine Tanzform wählst, die zu Deiner Persönlichkeit passt
Um Dir die Wahl zu erleichtern, haben wir uns hier einmal genauer die verschiedenen Tanzstile angeschaut, die Du momentan an Tanzschulen lernen kannst
(Tanzsport -Gehälter)
Um professionell mit Tanzen Geld zu verdienen, brauchst du vieles: Talent, Engagement, eine solide Tanzausbildung und Vielseitigkeit. Zudem ist auch ein Plan B notwendig, für dein Leben nach dem Tanzen.
Sei also realistisch. Ob Ballett, HipHop, Lateintanz oder als Bauchtänzerin – nur wenige Tänzer können dauerhaft allein von Auftritten und Shows leben. Die meisten Berufstänzer geben regelmäßig Tanzkurse und Workshops oder haben eine eigene Tanzschule.

Berufstänzer wird man nicht, weil man gut verdienen will. Man tanzt aus Leidenschaft und Liebe zur Tanzkunst.
Als Nebenjob und lukratives Hobby ist Tanz jedoch deutlich besser geeignet und kann sich so auch finanziell auszahlen.
Was muss man beachten, wenn man mit Tanzen Geld verdienen will?

Deutschland ist ein sehr bürokratisches Land mit vielen Gesetzen und Regeln. Das macht es für Menschen, die sich selbstständig machen wollen, nicht unbedingt einfacher. Du bist Tänzer oder Tänzerin und möchtest nun gerne dein Hobby zum Beruf machen oder zumindest zum Nebenjob? Das ist klasse! Damit du nicht ins kalte Wasser springen musst, haben wir hier die wichtigsten Infos für dich zusammengefasst.

1. Selbständige Tätigkeit als Tänzer und Tanzlehrer beim Finanzamt anmelden
Tänzer ist ein freier Beruf und fällt damit unter die Einkunftsart „Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit“. Hier musst du also kein Gewerbe beim Gewerbeamt anmelden. Jedoch musst du eine Meldung an dein zuständiges Finanzamt machen. Das Finanzamt schickt dir dann einen steuerlichen Erfassungsbogen zu. Ausfüllen und zurückschicken. Danach wird dir eine Steuernummer für deine selbstständige Tätigkeit erteilt. Diese musst du in Zukunft bei deiner Steuererklärung angeben. Und zwar für alle Einnahmen und Ausgaben, die deine tänzerische Tätigkeit betreffen.

Wichtig: Als Selbstständiger bist du dazu verpflichtet, eine jährliche Steuererklärung abzugeben. Falls du bisher nur als Angestellter tätig warst, hattest du diese Pflicht bisher nicht. In Anlage S deiner Einkommensteuererklärung werden deine Einnahmen und Ausgaben an das Finanzamt mitgeteilt.

2. Rechnungen schreiben: Was muss man als Tänzer bei der Rechnungsstellung beachten?
Du hast deine erste Buchung bekommen? Toll! Nun musst du eine ordentliche Rechnung schreiben. Hier erfährst du genau, welche Angaben laut Gesetz auf jeden auf deine Rechnung müssen. Mit Tanzen Geld zu verdienen ist klasse, aber sei dir deiner Pflichten bewusst.

3. Umsatzsteuer: Wann muss man als Tänzer Mehrwertsteuer abführen?
Mehrwertsteuerpflichtig ist man ab einem jährlichen Umsatz von EUR 17.500. Vorher hat man ein Wahlrecht zur Umsatzsteuer. Man kann auch als sogenannter Kleinunternehmer agieren. Falls du mehrwertsteuerpflichtig bist oder dich dafür entscheidest, musst du auf deine Rechnungsbeträge 19% Mehrwertsteuer aufschlagen. Diese Steuer wird dann 1:1 ans Finanzamt abgeführt. Du musst also eine jährliche Umsatzsteuererklärung abgeben. Zudem ist es üblich, dass du monatliche Umsatzsteuervoranmeldung erstellen musst. Weitere Infos erhältst du hier.

4. Muss man als Tänzer Gewerbesteuer zahlen?
Tänzer sind Freiberufler und kleine Gewerbetreibende. Deshalb muss man als Tänzer grundsätzlich auch keine Gewerbesteuer abführen. Solltest du jedoch z.B. eine Tanzschule eröffnen, ist die Tanzschule ein Gewerbe. In diesem musst du sämtliche Gewinne (nicht Umsätze) über 25.000EURO auch mit der Gewerbesteuer versteuern.

5. Einnahmen aus Tanzshows richtig versteuern: Was müssen Tänzer bzgl. Einkommensteuer beachten?
Mit Tanzen Geld zu verdienen ist toll. Oft vergisst man aber, dass Einnahme nicht gleich Gehalt ist. Der Betrag, der dein Kunde dir überweist, muss versteuert werden. Bist du mehrwertsteuerpflichtig, müssen die 19% Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden. Außerdem musst du deinen Einnahmen Überschuss (Einnahmen minus Kosten) im Rahmen deiner Einkommensteuer am Jahresende versteuern. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten bei jeder Einnahme Steuerrücklagen gebildet werden.