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Inlinehockey

Inlinehockey
Inlinehockey

Inlinehockey ist eine Sportart bei der zwei Mannschaften mit je fünf Spielern (vier Feldspieler
und ein Torwart) gegeneinander spielen. Das Ziel des Spiels besteht darin, den Puck mit dem
Schläger in das gegnerische Tor zu schießen und damit ein Tor zu erzielen. Es gewinnt die
Mannschaft, die nach Ablauf der Spielzeit (zweimal 25 Minuten) die meisten Tore erzielt hat. Die Sportart ist aus dem Eishockey entstanden und teilt mit diesem wesentliche Eigenschaften,
Regeln und die Ausrüstung.

Etablierung

Erst 1979 mit der Gründung der heutigen Firma Rollerblade des Eishockeyspielers Scott
Olson setzte der Erfolg ein, der auch die zweispurigen Rollschuhe verdrängte. Vergleichbar
dem Straßenfußball entstand eine Streethockey-Szene. Mit der Roller Hockey International
startete die erste Profiliga in den USA und Kanada, 1995 folgte die erste Weltmeisterschaft
in Chicago.Zu den frühesten Initiativen für Inlinehockey in Deutschland, die noch heute
Bestand haben, zählen die Blue Arrows aus Sasbach, Baden-Württemberg und die Inline
Hockey-Abteilung der TG Hanau in Hessen, beide datieren auf das Jahr 1994. In Karlsruhe
wurde 1998 die erste deutsche Meisterschaft abgehalten, Neu-Isenburg besiegte Hanau 2:0.
Die Beliebtheit nahm insbesondere in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre weiter zu, so dass
man die Sportart in Deutschland zeitweise als „Trendsportart“ betrachtete.

Verbreitung

Die Verbreitung der Sportart steht in Wechselwirkung zum Eishockey und dem Interesse die
Sportart unabhängig von dem Vorhandensein von Eisflächen zu betreiben, dies zeigt sich an
der Beliebtheit in den USA, Kanada und Tschechien. In den USA gibt es die Professional
Inline Hockey Association, die National Roller Hockey League und die Major League Roller
Hockey.Dass langfristig die Beliebtheit in Regionen steigen würde, in denen Eisflächen
weitaus weniger vorhanden sind, ist heute schon abzusehen, etwa in Italien, Spanien,
Südafrika und Namibia. Als spielerisch stärkste Nation in Europa gilt Frankreich.

Inlinehockey in Deutschland

Etwa ein Jahr nach der Gründung erster Vereine, starteten Landesliga im Jahr 1995, auf
Bundesebene wird der Sport seit 1998 betrieben. Der damalige Rolle Sportbund (heute
DRIV) fühlte sich für Inline-Skating nicht verantwortlich, sah darin eventuell eine Konkurrenz
zu seinem Rollhockey (später Inline-Skaterhockey)-Angebot. An dessen Stelle traten dann
andere Initiativen: Der Hessische Skiverband gründete die Hessische Inlinehockey-Liga
(HIHL und DIHB Deutscher Inlinehockey-Bund) und der Deutsche Eishockey-Bund (DEB)
gründete die Deutsche Inlinehockey-Liga (DIHL), weiterhin entstand der Deutsche Inline

Verband (DIV). Der Rollsport Und reagierte mit einer Umbenennung zu Deutschen Rollsport-
und Inline-Verband (DRIV) und erklärte sich auch für Inline Skating und Inline Hockey

zuständig.Seit 1997 findet jährlich das Inline Hockey-Festival in Düsseldorf statt. In
Mellendorf gibt es für Hobbyteams den „Veltins Inline Cup“ (vorher „Wolters Inline Cup und
davor Gilde Cup“). Die IIHF-WM fand schon mehrmals in Deutschland statt, darunter in
Nürnberg und 2013 in Dresden.

Spielprinzip und Ausrüstung

Inlinehockey wird von zwei Mannschaften mit je 4 Feldspielern und einem Torwart gespielt.
Die Spielzeit beträgt 2 × 25 Minuten oder 4 × 12 Minuten.Ziel des Spieles ist es, den Puck
öfter in das gegnerische Tor zu befördern, als es der Gegner schafft. Diese befinden sich in
der Mitte der beiden kurzen Seiten des Spielfelds. Bewacht werden sie von einem
besonderen Spieler der jeweiligen Mannschaft, dem Torwart. Die anderen Spieler jeder
Mannschaft werden Feldspieler genannt.
Die geringere Anzahl an Spielern im Gegensatz zum Eishockey, bei wesentlich geringerer
Fläche, erhöht die Wahrscheinlichkeit von Toren, weiterhin gibt es weder Abseits noch
unerlaubte Befreiungsschläge. Inlinehockey ist jedoch körperlich wesentlich anstrengender,
aufgrund der Reibung auf dem Asphalt.
Um Verletzungen vorzubeugen, ist eine spezielle Schutzausrüstung vorgeschrieben. Da die
Torhüter durch die auf das Tor abgefeuerten Schüsse einer erhöhten Gefahr ausgesetzt
sind, haben sie eine noch umfassendere Schutzausrüstung.

Spielfläche

Es existieren drei Spielflächen Größen: Es gibt das 60 × 30 m Spielfeld, das 50 × 25
Spielfeld (ebenfalls mit der 1,25 m hohen umlaufenden Eishockeybande) und das kleinere
40 × 20 Spielfeld. Abweichungen sind dazwischen möglich solange das 1:2 Seitenverhältnis
gewahrt bleibt. Die Abweichungen haben historische Gründe: Das größte Spielfeld resultiert
aus dem Anliegen auf abgetauten oder stillgelegten Eisflächen nach dem Eishockey ein
Folgeangebot zu schaffen, während das kleinste der Infrastruktur anderer Sportarten
entsprach. Neue Spielfelder werden in der Regel in 50 × 25 angelegt.
Der Bodenbelag ist aus Holz, Kunststoff oder Zement.Der Bodenbelag kann auch in
Polypropylen-Kunststoff verlegt werden in Form von gelochten Einzelfliesen (Maße, je 300 ×
300 × 14 mm) Feinasphalt mit einer Körnung von 0 – 5 mm wurde früher ebenfalls
verwendet, wobei diese Felder häufig nachträglich mit einer Epoxid Beschichtung überzogen
wurden.

Wettbewerbe

So wie die nationalen Meisterschaften von unterschiedlichen Verbänden organisiert werden,
finden auch von den unterschiedlichen internationalen Sportföderationen verschiedene
Weltmeisterschaften statt. So organisiert einerseits World Skate (ehemals FIRS)
Weltmeisterschaften für Frauen und Männer, andererseits die Internationale
Eishockey-Föderation IIHF-Weltmeisterschaften für Männer.Europameisterschaften werden
bislang genauso wie Junioren- und Frauen Weltmeisterschaften sowie Kontinental Pokale
der Landesmeister nur von der FIRS ausgetragen. Zumindest die
Juniorenweltmeisterschaften und die Pokalturnier der Landesmeister Europas und
Südamerikas sind jedoch bereits bei der IIHF in Planung.