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Intercrosse

Intercrosse
Intercrosse

​ Wissenswertes zu Intercrosse:

​ Intercrosse ist eine Mannschaftssportart, bei der ein
weicher Kunststoffball mittels eines Schlägers in das gegnerische Tor befördert
werden muss.
In einer Sporthalle wird entweder auf dem Basketballfeld (28,80 x 13,50 m) oder dem
Handballfeld ( 40 x 20 m) gespielt. Steht nichts dergleichen zur Verfügung, einigt
man sich auf ein Spielfeld. Das Feld besteht aus zwei Zonen, Angriffs- und
Verteidigungszone. Es existiert keine Abseitsregel. Jeder Spieler kann sich frei auf
dem Spielfeld bewegen.
Jeder Spieler besitzt einen Schläger, an dessen Ende ein Kunststoffkorb angebracht
ist. Mit diesem Korb wird ein weicher Kunststoff Ball geworfen und gefangen.
Die Mannschaft besteht aus mindestens fünf Spielern, einem Torwart und vier
Feldspielern. Die Spieler können fliegend eingewechselt werden. Ziel jedes Angriffs
ist ein Treffer in das streethockey große Tor des Gegners.

Vorteile von Intercrosse:

:Schnelles Mannschaftsspiel
:Einfaches Regelwerk, so dass auch Außenstehende sofort einsteigen können
:Spiel, das Beziehungen wachsen lässt, weil nur die Mannschaft gewinnt, die
sich versteht
:Internationales Spiel
:Faires Spiel, weil Körperkontakt und Schläger Kontakt ausgeschlossen
werden
:Indoor-Outdoor Spiel
:Variabel in den Spielformen
:Ideales Spiel in der Schule im Sportunterricht

Geschichte

Seit den 1980er Jahren entwickelt sich Intercrosse zu einer eigenständigen Sportart. Bereits in
den späten 1970er Jahren wurde in den USA das sogenannte Soft Lacrosse mit weichem Ball
und biegsamen Schlägerkopf als Schulsport eingesetzt. Intercrosse erlangte größere Beliebtheit,
da das Spiel als Hallensport das ganze Jahr hindurch und von Männern als auch Frauen gespielt
werden kann. 1985 wurde daraufhin der Intercrosse-Weltverband (FIIC) in Paris gegründet.
Intercrosse hat dabei den Coubertin-Fairness-Award der Unesco gewonnen. Weltweit wird
Intercrosse in rund 40 Nationen gespielt, in der Schweiz beispielsweise wird Intercrosse an über
500 Schulen gespielt.

Spielregeln

Bei Intercrosse muss der Ball mittels eines Schlägers in das gegnerische Tor befördert werden.
Jeder Spieler besitzt einen Schläger (Stick), an dessen Ende eine Art Korb (Head) angebracht
ist. Mit diesem Korb wird ein tennisballgroßer Weichplastik Ball geworfen und gefangen
(catchen). Jede Mannschaft besitzt vier Feldspieler und einen Torwart. Ziel jedes Angriffs ist ein
Treffer in das streethockey große Tor des Gegners. Das Spiel findet auf einem 40 m langen und

20 m breiten Feld statt und dauert vier mal 12 Minuten. Der Schlägerschaft hat eine Länge von
60 bis 75 cm, der Korb misst maximal ca. 27 mal 17 cm. Das Tor ist 1,22 mal 1,22 Meter groß.
Der Ball wiegt zwischen 80 und 100 Gramm, hat einen Umfang von 23 bis 25 Zentimeter und
besteht aus Weichgummi. Beim Spiel ist weder Körper- noch Schläger Kontakt erlaubt.
Intercrosse wird ohne Kontakt (Spieler/Spieler, Spieler/Schläger, Schläger/Schläger) gespielt,
daher kommt der Intercrosse-Spieler auch ohne Körperschutz aus. Der Torhüter trägt eine
Schutzausrüstung. Eine weitere Regel ist die Ein-Mann-Deckung. Es ist nicht erlaubt, dass zwei
Verteidiger einen Stürmer decken (Doppelverteidigung), außer ein Spieler der gegnerischen
Mannschaft befindet sich in der Verteidigung Hälfte. Der Verteidigungsspieler hält während der
Verteidigung den Stick mit beiden Händen fest. Außerdem muss die ballführende Mannschaft
innerhalb von 30 Sekunden einen Angriff abschließen. Dabei darf ein Spieler den Ball nicht
länger als fünf Sekunden führen.

Verbreitung
Schweiz

Der Schweizer Lacrosse und Intercrosse Verband wurde 1995 gegründet. Heute wird
Intercrosse in der Schweiz an drei Standorten von vier Mannschaften gespielt, wobei weitere
Teams im Aufbau sind. In Rickenbach spielen die Green Buzzards und die Rookies, in
Herzogenbuchsee die Hurricanes und in Basel die Aguilas. Seit 2011 finden einmal im Jahr
die Swiss Games statt.

Deutschland

In Deutschland gibt es seit 2009 eine etablierte Liga, die aus sechs Mannschaften besteht:
CVJM Bad Marienberg, CVJM Brackwede, Essen Eagles, L.A.Panthers, CVJM Dautphetal
und den Pirna Lions als neuestem Mitglied. Der ASC Ratingen West Bumble Bees musste
sich vor der Saison 2015/2016 auf Grund von Nachwuchsproblemen aus der Liga
zurückziehen. Neben der Liga werden über das Jahr verteilt Turniere veranstaltet, die
erheblich zum Spielbetrieb in Deutschland beitragen. Seit 2010 gibt es wieder den
Intercrosse Verband Deutschland (IVD), der nach einigen Jahren neu konstituiert wurde.

Österreich

In Österreich gibt es seit dem Jahr 2010 eine eigene Intercrosse-Sparte im Österreichischen
Lacrosse Verband. Diese hat die Aufgabe Intercrosse an Schulen vorzustellen und
Unterstützung bei der Durchführung im Sportunterricht zu bieten. Am 4. November 2011 wurde
Vienna Ewoks Intercrosse als erster Intercrosse-Verein in Österreich gegründet.

Europa

Im übrigen Europa ist Intercrosse gebietsweise stärker verbreitet. Dort werden zusätzlich zu
Ligabetrieben auch internationale Turniere veranstaltet.