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Motorsport

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Motorsport Erfindungung

Bereits kurz nach der Erfindung der Automobile von Karl Benz im Jahr 1885 zeichneten sich erste Tendenzen zu sportlichen Aktivitäten ab. Die verschiedenen Autohersteller wollten der Öffentlichkeit beweisen, was ihre Fahrzeuge so alles drauf hatten. Wie könnte ein Vergleich in Sachen Schnelligkeit und Zuverlässigkeit wohl besser angestellt werden, als bei einem Rennen.
Von Stadt zu Stadt in kürzester Zeit
Die ersten Autorennen wurden als Fernfahrten von einer Stadt zur anderen ausgerichtet. 1887 ging es erstmals über eine Distanz von 32 km von Paris nach Versailles. 1895 kam es dann in den französischen Straßen zum ersten offiziell organisierten Rennen. In erster Linie dienten diese sportlichen Wettkämpfe dazu, die Entwicklung von Serienfahrzeugen zu forcieren und die Automobile für den Alltagsgebrauch tüchtig zu machen. Im Gegensatz zu den heutigen Rennen der Formel I oder der Tourenwagen-Meisterschaften wurde damals nämlich mit nur leicht modifizierten Serienwagen angetreten und nicht mit richtigen Rennwagen.

Erste Rennen – Siegeszüge und Katastrophen inklusive

Die frühen Fernfahrten gingen meist glimpflich ab. In der Geschichte des Motorsports geschah die erste echte Katastrophe bei einem Langstreckenrennen von Paris nach Madrid. Es gab damals acht Tote. Schnell entspann sich eine hitzige Diskussion über die Zukunft des Motorsports. Es wurden neue Regeln aufgestellt. Ab sofort sollten Rennen nur noch auf abgesperrten, speziell dafür abgesteckten Rennkursen gefahren werden. Ein technisches Reglement wurde ebenfalls eingeführt.
Rundstrecken – der neue Weg des

Motorsports

Zunächst waren die neu eingeführten Rundstrecken eigentlich nur eine Kombination von geschotterten Landstraßen, die entsprechend abgesperrt wurden. Der erste „Große Preis“ in Le Mans fand im Jahr 1906 auf so einer Rundstrecke von 103 km Länge statt. Dieser Rundkurs musste zwölfmal durchlaufen werden. 1909 wurde dann die berühmte Rennstrecke in Indianapolis errichtet. Der Indianapolis Motor Speedway umfasst 4,023 Kilometer. Auf dem Oval wurde 1911 das erste 500-Meilen-Rennen ausgetragen.

Spezielle Rennwagen – ein Luxus der neuen Motorsportwelt
Spezielle Rennwagen wurden erst im Laufe der Zeit gebaut. So konnten sich dann verschiedene Motorsportarten entwickeln. Der Autosport wartet seither mit zahlreichen Varianten auf. Ob Formel I, World-Kart-Series, Tourenwagen-Rennen, Rallyes, Bergrennen, Monster Trucks, Stock-Car-Rennen, Track Racing oder Tractor-Pulling – alle gehen auf die ersten Fernfahrten mit Serienwagen zurück und können bei www.online-sportwette.net verfolgt werden.
Der Artikel „Motorsport – eine traditionsreiche Geschichte der Neuzeit“ wurde am 06.03.2019 in der Kategorie Ratgeber von Redaktion mit den Stichwörtern Motorsport – eine traditionsreiche Geschichte der Neuzeit, Tipp & Infos, veröffentlicht
Gehälter
Dass es im Formel-1-Zirkus nicht nur um den sportlichen Wettkampf geht, sondern das Ganze auch ein Milliardengeschäft ist, wird kaum jemanden überraschen. Wir schauen uns hier einmal etwas genauer an, was die Akteure der Formel 1 verdienen, allen voran die Protagonisten: die Fahrer der PS-Boliden.
Duell um die Spitze – aber nicht auf jeder Ebene

In Sachen Bezahlung läuft es für Sebastian Vettel derzeit deutlich besser als auf der Rennstrecke. Befindet er sich in der aktuellen Fahrerwertung lediglich auf Platz 4, so liegt in der Gehaltsrangliste lediglich WM-Leader Lewis Hamilton vor ihm. Und das auch erst seit diesem Jahr: Hamiltons Vertragsverlängerung vor Beginn dieser Saison hat ihn gehaltstechnisch am deutschen Ferrari-Piloten vorbeiziehen lassen – etwas, das er auf der Strecke seit Jahren vollbringt. Mit einem geschätzten Jahresgehalt von 45 bis 50 Millionen Euro liegt der Brite dieses Jahr etwa 5 bis 10 Millionen Euro vor dem Heppenheimer.

In einer anderen Finanzberatung kann Hamilton seinen Kontrahenten sogar noch deutlicher hinter sich lassen. Bei den Werbeeinnahmen hat der Brite mindestens eine ganze Runde Vorsprung. Durch Verträge mit zahlreichen namhaften Unternehmen wie Tommy Hilfiger, Sony, Puma, Bose, L’Oréal, Monster Energy, Bombardier und natürlich Mercedes Benz nimmt er jedes Jahr mehrere Millionen Euro zusätzlich ein. Vettel ist hier deutlich zurückhaltender. Kennt man ihn aus der Vergangenheit als Werbegesicht für Unternehmen wie Braun, Tirendo oder Procter & Gamble (Head & Shoulders), ist es in letzter Zeit in Sachen Werbung ruhiger um ihn geworden. Experten sind sich darüber einig, dass der Heppenheimer hier nicht das Optimum herausholt. Für einen Spitzenfahrer mit großer Fangemeinde, der für den weltweit beliebtesten Rennstall fährt, dürften die Interessenten Schlange stehen. Offenbar möchte Vettel seine Zeit aber nicht mit Drehs, Shootings, Sponsoren Auftritten etc. verbringen – und finanziell hat er es ganz offensichtlich auch nicht nötig.

Die Gehaltsliste

aller Fahrer 2019
Neben den beiden Top-Stars der Rennserie gibt es in der Formel 1 selbstverständlich noch einige Fahrer mehr – genaugenommen 18. Die folgende Tabelle listet alle 20 Fahrergehälter ohne persönliche Werbedeals in absteigender Reihenfolge. Alle hier und im gesamten Text genannten Einkommenszahlen stammen übrigens aus inoffiziellen Quellen oder wurden von Insidern auf Basis verschiedener Faktoren geschätzt, sind also ohne Gewähr. Daher kommt es mitunter auch zu deutlichen Abweichungen beim Gehalt eines einzelnen Fahrers.

Lewis Hamilton (Mercedes): 45 – 50 Mio. €
Sebastian Vettel (Ferrari): 35 – 40 Mio. €
Daniel Ricciardo (Renault): 15 – 20 Mio. €
Max Verstappen (Red Bull Racing): 12 Mio. €
Valtteri Bottas (Mercedes): 7,5 – 8 Mio. €
Nico Hülkenberg (Renault): 4 – 8 Mio. €
Kimi Räikkönen (Alfa Romeo): 4 – 6 Mio. €
Carlos Sainz (McLaren): 3,5 – 4 Mio. €
Sergio Perez (Racing Point): 3 – 4 Mio. €
Charles Leclerc (Ferrari): 3 Mio. €
Romain Grosjean (Haas): 1,5 – 2 Mio. €
Kevin Magnussen (Haas): 1 – 2 Mio. €
Pierre Gasly (Red Bull Racing): 1,2 – 1,5 Mio. €
Lance Stroll (Racing Point): 1 – 1,5 Mio. €
Robert Kubica (Williams): 500.000 – 1 Mio. €
Daniil Kvyat (Toro Rosso): 275.000 – 750.000 €
Lando Norris (McLaren): 225.000 – 700.000 €
Alexander Albon (Toro Rosso): 150.000 – 750.000 €
Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo): 200.000 – 500.000 €
George Russell (Williams): 160.000 – 500.000 €
Auffällig ist, dass die dritte Position der Gehaltsrangliste mit Daniel Ricciardo von einem Fahrer belegt wird, der sich leistungstechnisch in ganz anderen Regionen aufhält. Der Australier, der als einer der besten Fahrer der Formel 1 gilt, liegt aktuell nur auf Position 10 des Fahrers Klassements. Er wechselte zu Beginn dieser Saison von Red Bull zum französischen Rennstall Renault, der gemeinsam mit ihm den nächsten Schritt Richtung Top-Team gehen wollte, bisher allerdings erfolglos. Der sportliche Abstieg wird dem australischen Sonniboy durch einen finanziellen Aufstieg versüßt. Mit aktuell 15 bis 20 Millionen Euro konnte er sein Jahresgehalt mal eben verdrei- bis vierfachen. Bei Red Bull Racing gab es nämlich im letzten Jahr ‚nur‘ knapp 5 Millionen Euro an Grundgehalt.

Es kommt Bewegung in den Markt

Bereits im nächsten Jahr könnten sich zahlreiche Änderungen ergeben, auch bei den Gehältern der Fahrer. Denn 11 der 20 Fahrer Verträge laufen Ende dieses Jahres aus. Namhafte Fahrer wie Valtteri Bottas und Nico Hülkenberg sind davon betroffen und auch das zweite Red-Bull-Cockpit neben Max Verstappen ist 2020 noch nicht besetzt. Das Fahrerkarussell könnte sich also gehörig drehen.
In der sogenannten Silly Season – wenn man so möchte die närrische Jahreszeit der Formel 1, in der jede Menge mehr oder weniger ‚verrückte‘ Gerüchte um die Fahrerplätze umherschwirren – wird besonders das zweite Mercedes-Cockpit heiß diskutiert. Bottas könnte durchaus bleiben, muss aber nachhaltig zeigen, dass mit ihm auch Titel zu holen sind. Als möglicher Nachfolger wird Esteban Ocon gehandelt. Der junge Franzose hat bereits von 2016 bis 2018 Erfahrung in der Königsklasse des Rennsports gesammelt und gezeigt, dass er mal einer der Schnellsten werden kann. Außerdem ist er aktuell Testfahrer bei Mercedes, hat also bereits einen Fuß in der Tür. Ein weiterer Kandidat für den Platz neben Hamilton ist Max Verstappen – zumindest wenn man der Gerüchteküche Glauben schenken möchte. Auch wenn er 2020 noch mit einem laufenden Vertrag bei Red Bull ausgestattet ist – der Niederländer strebt nach Höherem und nirgendwo dürften seine Titelchancen so groß sein, wie bei Mercedes. Fraglich ist dabei, ob sich die Konstellation mit Verstappen mit Lewis Hamilton machen lässt. Denn seine Chancen auf den Titel dürften damit kleiner werden.

Ein Kandidat bei Red Bull soll angeblich der aktuell zweitstärkste deutsche Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg sein. Sein Vertrag bei Renault läuft aus, er wäre also auf dem Markt. Allerdings wird auch eine Verlängerung bei den Franzosen diskutiert – er scheint der Formel 1 also erhalten zu bleiben.
Ein weiteres heißes Gerücht dreht sich um Mick Schumacher: Dass der Sohn von Motorsport-Legende Michael Schumacher und aktuelle Formel-2-Fahrer in der Formel 1 landet, ist lediglich eine Frage der Zeit. Doch es könnte bereits 2020 soweit sein. Ein möglicher Rennstall: Alfa Romeo. Dort hat er dieses Jahr bereits getestet und hätte zudem mit Kimi Räikkönen einen erfahrenen Piloten neben sich, von dem er viel lernen könnte.
Mechaniker, Ingenieure & Co. – so werden andere Berufe in der Formel 1 bezahlt

Nicht überall in der Formel 1 werden derart hohe Gehälter gezahlt. Wer als Mechaniker an der Strecke oft in langen und anstrengenden Nachtschichten dafür sorgt, dass das Fahrzeug für das nächste Training, Qualifying oder Rennen wieder einsatzbereit ist, verdient häufig nicht deutlich mehr als ein Industriemechaniker im heimischen Werk. Bei großen und erfolgreichen Rennställen wie Mercedes, Ferrari oder Red Bull kann ein einfacher Mechaniker etwa 6.000 Euro verdienen. Dabei sind Prämien für WM-Punkte bereits inklusive. Kfz-Mechaniker bei weniger erfolgreichen Teams verdienen auch weniger. Dabei sind die Unterschiede in Sachen Grundgehalt in diesem Bereich deutlich geringer als z. B. bei den meisten Fahrern, allerdings gibt es in diesen Teams auch deutlich seltener Punkteprämien.
Den stressigen Job und die bei inzwischen 21 Rennen pro Saison fast durchgängigen Reisestrapazen nimmt man in der Regel aber auch nicht wegen des Geldes in Kauf, sondern aus Liebe zum Motorsport. Wer seine Chancen auf diesen Job verbessern möchte, besucht am besten eines der speziellen Motorsport-Colleges in

Großbritannien. Nachdem man dieses abgeschlossen hat, startet man meist in einer der unteren Formel-Klassen und kann sich bei genügend Können und etwas Glück nach und nach hocharbeiten, bis man vielleicht mal in der Königsklasse des Motorsports, der Formel 1, landet.

Deutlich besser wird das Gehalt mit besserer Ausbildung und steigender Verantwortung. Die Stars unter den Ingenieuren wie z. B. Aerodynamik-Meister Adrian Newey kommen auf Millionengehälter. Und auch am Kommandostand können Renningenieure auf mehrere hunderttausend Euro Jahresgehalt kommen. Doch nicht jeder, der rund um den Rennzirkus arbeitet, verdient überdurchschnittlich. Kräfte im Service-Bereich bekommen in der Regel in etwa so viel, wie diese auch außerhalb des Formel-1-Umfelds im jeweiligen Land bekommen würden. Grid-Girls, die es seit der letzten Saison in der Formel 1 gar nicht mehr gibt, bekamen übrigens häufig lediglich eine Übernachtungsmöglichkeit in der Jugendherberge und die Dienstkleidung gestellt – alles andere als glamourös.
Insgesamt lässt sich in vielen Fällen in der Formel 1 gutes Geld verdienen. Bernie Ecclestone, der bis 2017 Geschäftsführer der Formel 1 war, dürfte das bestätigen. Sein Vermögen wird auf insgesamt 3,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dafür müssten Vettel, Hamilton & Co. noch einige Runden drehen.